Dranginkontinenz – Was tun bei starkem Harndrang?

Passende Behandlungsmaßnahmen für die Urge Inkontinenz

Befinden sich keine Toiletten in unmittelbarer Reichweite, ist der wöchentliche Einkauf oder gar ein Tagesausflug für die meisten Betroffenen der Dranginkontinenz unvorstellbar. Um zukünftig wieder gerne am Alltag und an Freizeitaktivitäten teilzunehmen, sollten Betroffene sich an einen Arzt/eine Ärztin wenden. Denn unterschiedliche Behandlungsmaßnahmen können die Beschwerden merklich verbessern. Die Verwendung von geruchssicheren Inkontinenzhilfsmitteln kann Inkontinenz-Patient*innen zudem ein sicheres Gefühl geben.

Was bedeutet Dranginkontinenz?

Dranginkontinenz, auch als Urge Inkontinenz bekannt, ist eine Form der Harninkontinenz.
Kennzeichnend für diese Inkontinenzform sind ein starker Harndrang sowie ein unwillkürlicher Urinabgang. Liegt bei Männern eine Inkontinenz vor, handelt es sich hierbei oft um eine Dranginkontinenz. Doch auch Frauen können von dieser Inkontinenzform betroffen sein. Wenn sich gleichzeitig Symptome einer Dranginkontinenz sowie einer Belastungsinkontinenz zeigen, wird dies als Mischinkontinenz bezeichnet.

Ursachen der Urge Inkontinenz

Unterschieden wird bei dieser Form der Harninkontinenz zwischen der motorischen und der sensorischen Dranginkontinenz, die verschiedene Ursachen haben können:

  • motorische Dranginkontinenz: Bei der motorischen, bzw. muskulären Dranginkontinenz zieht sich der Blasenmuskel übermäßig oft zusammen und löst auch bei geringer Füllmenge der Blase Harndrang aus. Die Ursache kann unter anderem neurologischen Ursprungs, wie etwa Morbus Parkinson, sein.
  • sensorische Dranginkontinenz: Bei der sensorischen Dranginkontinenz ist die Blase überaktiv. Die sensorischen Rezeptoren in der Blasenwand übermitteln dem Gehirn die falsche Information, dass die Blase voll ist, auch wenn dies nicht der Fall ist. Das Gehirn sendet sogleich Nervenimpulse an die Blasenmukulatur, die sich daraufhin zusammenzieht. Dadurch kommt es zu einem verstärkten Harndrang. Zu den Ursachen einer sensorischen Dranginkontinenz gehören Entzündungen oder Tumore.

Behandlung der Urge Inkontinenz

Eine Behandlung der Dranginkontinenz kann erst erfolgen, wenn die Grunderkrankung ermittelt wurde, auf die die Beschwerden zurückzuführen sind. Als Therapiemaßnahmen kommen unter anderem Beckenbodentraining, Medikamente, Botulinum-A-Toxin-Injektionen oder operative Methoden zum Einsatz. Betroffene können zudem Inkontinenzhilfsmittel verwenden, um wieder an alltäglichen Aktivitäten teilzunehmen – ohne Sorge, dass „etwas danebengeht“.